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Der Kampf, etwas zu hinterlassen



Selbst jemand, der sein Leben in die Ecke schmeißt und auf seine Zukunft scheißt, weiß genau, dass er die abgestandenen Reste seiner einstigen Ziele und Wünsche kaum entgültig loswird.
Es bleibt immer einiges zurück, selbst wenn man sich für eine völlig neue Art des Seins und Handelns entscheidet, und wenn es nur wenige kontemplative Minuten sind, die man in der Nacht oder für die Zeit einer Zigarette verschwendet.

Worauf ich eigentlich hinauswill ist der Wunsch, nach seinem Ableben nicht einfach vergessen zu werden. Da ich nur von mir ausgehen kann, ziehe ich einfach die Möglichkeit in Betracht, dass diesen 'Traum' nicht jeder kennt, aber vielleicht sind es ja gerade die total abgefuckten Menschen, die sich nichts mehr aus ihrer Existenz machen, in denen das Verlangen, nicht einfach von der Bildfläche zu verschwinden besonders groß ist...
Auf jeden Fall fällt es solchen Leuten bestimmt um einiges leichter, wirklich nicht einfach zu sterben ohne mehr zu hinterlassen als eine Bude, die aufgeräumt werden muss und vielleicht noch ein paar Wochen der Trauer für seine Eltern oder Bekannte.

Wer einfach nichts weiter ist als ein Arsch, vermiest es sich mit so ziemlich allen Leuten, besonders eben Menschen, denen man und die einem selbst früher etwas bedeuteten. Gerade die, die man so hintergeht, sind es am Ende, denen es nicht gerade leicht fallen dürfte, die Enttäuschung und/oder den Hass zu vergessen, die/den die Wandlung provozierte.
Hass ist kaum leichter zu vergessen als Liebe, und es ist schwer genug, die Zeit mit jemandem zu verdrängen, für den man Letzteres empfindet oder empfand - das wiederum macht es schier unmöglich, jemanden zu vergessen, der einen tief verletzte.
Die logische Schlussfolgerung ist also, dass, wenn man schon der Menschheit keine großartige Erfindung oder sonst etwas Unvergängliches hinterlässt, (wobei auch wenig von der Person selbst hinterbleibt - wen kümmern schließlich die Gedanken des Menschen, der den Fernseher erfand? oO) die einzige Möglichkeit, nicht in Vergessenheit zu geraten, ist, erst geliebt, dann gehasst zu werden.
Liebe zu erringen ist nicht einmal schwer, fast schon schwieriger ist es eben doch, sich hassen zu lassen; denn die Grenze des richtigen Arschlochseins wollen auch erst einmal erreicht werden und es *dauert*, bis einem wirklich alles so egal ist, dass man selbst die einzigen Leute aufgibt, die noch zu einem stehen, selbst wenn man schon kurz davor ist, alles in die Tonne zu treten. Freunde zu verraten ist fast schmerzlicher, als selbst verraten zu werden - den Verrat an einem selbst einfach hinzunehmen ist nicht schwer; und wer damit anfängt, sich selbst zu hintergehen, macht es sich langfristig leichter.
Wenn der Wunsch etwas zu hinterlassen stark genug ist, muss man aber wohl oder übel lernen, wirklich ausnahmslos a-l-l-e-s hinter sich zu lassen.

Aber auch das ist zu schaffen. Und wenn sonst nichts bleibt, kann man sich immer noch beständige Faktoren in die eigene Existenz bringen, und auch wenn das kein Ersatz für zwischenmenschliche Nähe und deren Vorteile ist, kann es doch helfen. Ich persönlich empfehle da Alkohol, Nikotin und (UNVERBINDLICHEN) Sex. ^__^
3.8.06 23:09
 


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